Vortrag des Nachsucheringes Bergstraße Odenwald

 

Am 7.3.2014 versammelten sich die Jäger der Hegegemeinschaft Bad König in der Gaststätte „zum Hirsch“ in Bad König/Fürstengrund zum monatlichen Hegegemeinschaftsabend. Hauptthema des Abends war diesmal die Arbeit des Nachsucheringes Bergstraße Odenwald. Als Gastreferent wurde hierzu Herr Klaus Velbecker vom Nachsuchering geladen.

Zu Beginn seiner Ausführungen stellte der Referent deutlich die Verantwortung des Jägers gegenüber des von ihm bejagten Wildes heraus. So sei es die Pflicht eines jeden Weidmannes das von ihm beschossene Wild mit einem brauchbaren Jagdhund nachzusuchen. Hierbei Spiele es auch keine Rolle um welches Wild es sich hierbei handelt. Der Überläufer spüre den Schmerz ebenso, wie der starke Hirsch. Auch sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, selbst wenn das beschossene Stück ohne zu zeichnen abspringt, den brauchbaren Hund am Anschluss anzusetzen. Nur allzu oft würden sich vermeintliche Fehlschuss dann doch als Treffer entpuppen. Ohne Kontrolle des Anschlusses mit dem Hund, könnte dies ein langes qualvolles Verenden des Wildes und/oder das Verludern von wertvollem Wildbret bedeuten. An dieser Stelle hob Herr Velbecker nochmals hervor, dass schlechte Treffer oder Fehlschüsse auch jedem noch so geübten Schützen passieren können, falsch und verwerflich sei es in einem solchen Fall nur, wenn man hier aus falscher Scham auf die Hilfe eines erfahrenen Nachsuchegespannes verzichten würde. Auch wolle niemand den brauchbaren Vorstehhund vor Ort verdrängen. Haupteinsatzbereiche des Nachsucheringes, seien vielmehr schwierige Nachsuchen auf angeschweißtes Schalenwild. Die kurze Todsuche bei Lungenschweiß am Anschluss oder der geflügelte, in die Hecke gefallene Fasan, gehörten nicht in den Aufgabenbereich des Nachsucheringes. Mit solchen Situationen sollte jeder brauchbare Jagdhund, den laut Jagdgesetz jedes Reviere vorhalten muss, fertig werden.

Der Referent hob dann jedoch an dieser Stelle nochmals hervor, man solle das eben gesagte nicht falsch verstehen. Sollte sich eine als schwierig erwartete Nachsuche im Nachhinein dann doch als kurze Todsuche entpuppen, so würde hier niemandem einen Vorwurf gemacht werden.

Bei den im Nachsuchering mit wirkenden Hunden, handele es sich um geprüfte und erfahrene Vertreter der beiden Schweißhunderassen und der Baracken.

Der Professionalität der Nachsuchegespanne würde von Seiten des Gesetzgebers auch dadurch Rechnung getragen, dass es Ihnen im Rahmen der Nachsuche gestattet sei, innerhalb des Bundeslandes Hessen revierübergreifend vorzugehen.

Herr Velbecker räumte auch dem Vorurteil auf, die Hundeführer würden durch ihre Mitarbeit im Nachsuchering Bergstraße Odenwald einen finanziellen Gewinn erzielen. Der Jäger der die Hilfe des Nachsucheringes in Anspruch nehmen würde, müsse lediglich den Betrag von 0,30 € pro gefahrenen Kilometer entrichten. Sollte der Schütze jedoch mehr geben wollen, so könne dies als freiwillige Spende an den Nachsuchering geschehen, von diesem Geld würde dann zum Beispiel die Versicherung für die Nachsuchegespanne gezahlt werden.

Im Laufe seines Vortrages ist es Herrn Velbecker gelungen, den anwesenden Waidgenossen die Arbeit des Nachsucheringes Bergstraße Odenwald  auf sehr anschauliche Weise, geschmückt mit zahlreichen Berichten und Anekdoten aus der Nachsuchepraxis näher zubringen.

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